Der Feldstein, in der Sage auch Teufelsstein genannt, befindet sich auf der Gemarkung Lengfeld. Er ist ein geologisches Naturdenkmal und seit 1957 geschützt. Der Feldstein liegt 552m über N.N.


Der Feldstein (Teufelsstein) im winterlichen Kleid.

An die große Frankenalb-Mulde vom Ries über die Donau bis zum Main schließt sich nordwestlich die Grabfeld-Mulde als Fortsetzung an. Diese, mit Zentrum im Grabfeld, zieht sich bis an die Werra. Am Randbereich dieser Mulde liegt der Feldstein. Das Innere der Mulde ist Keuper, der Rand darum ist Ausstrich von Muschelkalk.
Die Geologen sprechen meist vom Hinteren Feldstein. Entstanden ist der Feldstein im Miozän, einer Stufe des Jungtertiär (Neogen) in der Erdneuzeit (Känozoikum), also im Zeitraum
vor 26 bis 12 Millionen Jahren. Ein genauerer Zeitpunkt scheint mit ca. 15 Millionen Jahren richtig angegeben zu sein. Ein Vulkanausbruch förderte damals flüssiges Basaltmagma empor, welches die unteren und mittleren Muschelkalkschichten durchdrang und dann an der Erdoberfläche und im Vulkanschlot erkaltete. Dabei entstanden die meist fünfkantigen Basaltsäulen in der charakteristischen Meilerstellung.

    
Die Meilerstellung der meist fünfkantigen Basaltsäulen.

Der Aufschluß Feldstein ist ein nördlicher Ausläufer der Heldburger Gangschar. So werden schmale, linear angeordnete Basaltgänge bezeichnet, auf denen einige Deckenbasalte (Basaltkuppen) sitzen. Die bedeutendste hier ist der Große Gleichberg.

Noch fast bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts wurde hier am Feldstein Basalt abgebaut, der nicht nur zu Schotter verarbeitet, sondern u.a. in ganzen Basaltstangen bis nach Holland verkauft wurde. Dort wurden diese Basaltstangen zur Deichbefestigung benutzt.


Der Feldstein ist seit 1957 als geologisches Naturdenkmal geschützt!

Der Basalt des Feldsteins ist graublauer bis schwarzer Feldspatbasalt. Er besteht aus den Mineralien Plagioklas, Augit, Magnetit, Olivin, Apatit, Nephelin und einer Gesteinsglasbasis. Granit und Kalkstein sind als Einschlüsse (Xenolithe) vorhanden.

Als geologisches Naturdenkmal geschützt darf der Feldstein auch aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden. Auch der Aufenthalt unter den Überhängen ist nicht erlaubt.