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Lengfeld befand sich im fränkischen Grabfeldgau. Um das Jahr 800 erhielt Fulda durch Schenkungen Besitz in Lengfeld. Später wurde der Ort hennebergisch. Durch eine Besitzteilung kam Lengfeld mit Landbesitz 1274 an die Aschacher Linie. Der gegründete Colligialstift Schmalkalden wurde mit Ländereien und Gefällen zu Lengfeld ausgestattet. Mit dem Tod von Graf Georg Ernst von Henneberg 1583 starb die hennebergisch-schleusinger Linie aus. Durch eine Schuldverschreibung kam Lengfeld zunächst unter wettinisch-sächsische Verwaltung. Durch Teilung der hennebergischen Lande 1660 fiel Lengfeld an Altenburg, 1672 dann an Gotha und 1680 an Herzog Heinrich von Sachsen-Römhild.
Nach dessen Tod 1710 entstandenen Erbstreitigkeiten. In deren
Verlauf kam 1714 Lengfeld in den gemeinsamen Besitz der Häuser von Gotha und von
Coburg-Saalfeld. Durch Tausch gelangte 1805 Coburg-Saalfeld in den vollen Besitz. 1826 kam
Lengfeld an Sachsen-Meiningen, 1829-69 gehörte Lengfeld zum Verwaltungsamt Römhild. Ab
1868 war Lengfeld Teil des Kreises Hildburghausen, 1920 weiterhin Teil des Landes
Thüringen. 1922 wurde der Kreis Hildburghausen Landkreis. (nach der Chronik von Lengfeld) Die Bezeichnung "Burg" für den Berg, der sich hinter Lengfeld erhebt, wenn man aus Richtung Themar kommend zum Dorf hin blickt, stammt höchstwahrscheinlich aus Zeiten vermehrter Kriege und Raubzüge im Mittelalter. Auf dem Berg könnte eine "Fliehburg" eingerichtet gewesen sein. Drohte dem Dorf Gefahr durch Kriege und Plünderungen, zogen sich die Dorfbewohner mit Hab und Gut auf diesen Berg zurück. Der dort angelegte Burggraben bot zusätzlichen Schutz, falls das Versteck der Dorfbewohner doch entdeckt wurde. Im Innenbereich könnten Möglichkeiten zur Unterbringung der Dorfbewohner, von Vieh und Vorräten bestanden haben. Wurde die Lage im Dorf als wieder sicher erachtet, zogen die Einwohner hinunter ins Dorf in ihre Häuser zurück, denn die Vorräte auf der Burg waren nicht unbegrenzt und die Feldarbeit mußte auch fortgeführt werden. (dem Sinn nach entnommen aus dem Buch "Das Traugöttle" von Traugott Erich Abeßer) Weitere Informationen über die Geschichte unserer Heimat finden Sie auf der Internetseite www.deutsche-schutzgebiete.de und speziell auf den Unterseiten: http://www.deutsche-schutzgebiete.de/thueringische_staaten.htm und:http://www.deutsche-schutzgebiete.de/herzogtum_sachsen-meiningen.htm
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